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10. Dezember 2018

Neuer Wohnbereich für Demenzkranke in Vörden

Die Seniorenresidenz Christophorus eröffnet ab dem 1. Februar 2015 einen neuen Wohnbereich, der auf die Bedürfnisse von dementiell veränderten Bewohnern zugeschnitten ist.

zurücke zur vorherigen Seite   |   Artikel am 27. Januar 2015 eingegeben

Das Krankheitsbild Demenz ist kein „normaler“ Alterungsprozess, sondern eine überwiegend nicht therapierbare Erkrankung. Von Demenz wird dann gesprochen, wenn die höheren Bereiche des Gehirns so stark betroffen sind, dass eine selbstständige Lebensführung sehr stark eingeschränkt ist. Neben dem Verlust geistiger Fähigkeiten sind es vor allem psychische Veränderungen, die Angehörige von Demenzkranken belasten und eine hohe physische und psychische Herausforderung darstellen. „Nicht selten führen diese Umstände zur Überforderung oder gar zur Erkrankung von pflegenden Angehörigen selbst“, weiß Katharina Wöbke, Einrichtungsleiterin der Seniorenresidenz Christophorus in Vörden.

Aus diesem Grund eröffnet die Pflegeeinrichtung einen beschützten, gerontopsychiatrischen Wohnbereich mit 16 Plätzen, der auf die Bedürfnisse von Menschen mit einer Demenzerkrankung eingeht. „Wir legen hier einen großen Stellenwert auf die intensive psychosoziale Betreuung durch beispielsweise Biografiearbeit, um die emotionalen Bedürfnisse der Bewohner zu deuten und Gewohnheiten jedes Einzelnen in den täglichen Tagesablauf zu integrieren“, erklärt die Einrichtungsleiterin. Gleichzeitig wird der neue Wohnbereich so gestaltet, dass die Bewohner sich geborgen fühlen. „Da die Demenzerkrankung die Fähigkeit einschränkt, sich in der Umgebung zurechtzufinden, wird auf die von zu Hause gewohnte Ordnung der Möbel- und Erinnerungsstücke der Bewohner geachtet“, erläutert Katharina Wöbke. Helle Beleuchtung, Themenecken mit alltagsnahen Bezügen und zahlreiche Orientierungshilfen tragen gleichzeitig dazu bei, die demenzbedingten Einschränkungen zu kompensieren.

Da Demenzkranke häufig einen starken Bewegungsdrang haben, können sich auf dem neuen Wohnbereich ungehindert bewegen. Ein festes Mitarbeiterteam mit langjährigen Erfahrungen im Umgang mit dementiell veränderten Menschen versorgt die Bewohner und integriert sie rücksichtsvoll in den Tagesablauf. „Damit wollen wir eine Wohnstruktur schaffen, die Orientierung, Freiraum und Sicherheit auf einmal bietet“, unterstreicht Katharina Wöbke.

Der neue Wohnbereich präsentiert sich am 1. Februar 2015 in Rahmen eines Tags der offenen Tür. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Seniorenresidenz Christophorus in der Reutestraße 3 von 14.30 bis 17.30 Uhr zu besuchen und den neuen Wohnbereiches zu besichtigen. Die Seniorenresidenz verfügt insgesamt über 62 Pflegeplätze. Sie hat im März vergangenen Jahres eröffnet.

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