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03. September 2018

Durch Entbürokratisierung mehr Zeit für Menschen

Sieben Pflegeeinrichtungen der Senioren Wohnpark Weser GmbH arbeiten ab sofort nach einem neuen Strukturmodell, um die Arbeit der Pflegekräfte zu entbürokratisieren. Ziel ist es, wieder mehr Zeit für die Bewohner zu haben.

zurücke zur vorherigen Seite   |   Artikel am 14. Juli 2015 eingegeben

Menschen pflegen statt Akten wälzen – damit dies zukünftig in Deutschlands Pflegeeinrichtungen umgesetzt werden kann, wurde unter der Federführung von Karl-Josef Laumann, Bevollmächtigter der Bundesregierung für Patienten und Pflege, ein Strukturmodell erarbeitet. Ziel ist es, den Dokumentationsaufwand erheblich zu reduzieren, gleichzeitig aber nicht die fachlichen Standards zu vernachlässigen, die Qualität zu gefährden oder haftungsrechtliche Risiken aufzuwerfen.

Von der Senioren Wohnpark Weser GmbH nehmen zunächst sieben Pflegeeinrichtungen an dem neuen Modell teil: die Seniorenresidenz Huntetal in Barnstorf, die Seniorenresidenz „Am Stübchenbach“ in Bad Harzburg, das Jan-Reiners-Seniorenzentrum in Tarmstedt, die Seniorenresidenz „An den Meerwiesen“ in Groß Schwülper, die Seniorenresidenz am Auetal in Ahlerstedt, das Haus „Ellmers“ in Bremen und das Haus „Am Sodenmattsee 1“ in Bremen-Huchting. Alle Teilnehmer schauen positiv auf die neue Arbeitsweise. Ein Beispiel: Mussten sonst lange Pflegeberichte über alle Bewohner geschrieben werden, sollen jetzt lediglich Auffälligkeiten und Abweichungen dokumentiert werden. Die Software, mit der heutzutage am Computer dokumentiert wird, wurde in den entsprechenden Pflegeeinrichtungen bereits umgestellt.

Um das Wissen über die Entbürokratisierung in die Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste zu transportieren, wurden zahlreiche Multiplikatoren zur Entbürokratisierung in der Pflege geschult, darunter auch zwei Mitarbeiter des Zentralen Qualitätsmanagements der Senioren Wohnpark Weser (SWW) bzw. der Senioren Wohnpark Stade GmbH (SWS). Die Aufgabe von Joachim Dignas und Detlev Pientka ist es, ihr Wissen über das vereinfachte Dokumentationskonzept weiterzugeben, indem sie die Pflegedienstleitungen in den Einrichtungen schulen und ihnen bei Fragen zur Verfügung stehen. Während Joachim Dignas die über 35 Pflegeeinrichtungen von SWS und SWS schult, ist Detlev Pientka neben Anderen auch als Multiplikator für Altenheime und ambulante Dienste des bpa (Bundesverband privater Anbieter) in Bremen tätig. Die erste Schulung für Einrichtungen von SWW und SWS fand bereits im Juni statt. Darüber hinaus tauschen sie sich in regelmäßig stattfindenden Telefonkonferenzen aus.

„Durch das Strukturmodell soll es unseren Mitarbeitern wieder möglich sein, sich mehr auf die zu pflegenden Bewohner als auf die umfangreiche Dokumentation zu konzentrieren“, sagt Joachim Dignas und unterstreicht, dass durch die gewonnene Einsparung bei der Dokumentation nicht etwa am Personal gespart wird. „Erstens wollen wir das nicht und zweitens würde es aufgrund der gesetzlich vorgeschriebenen Personalbesetzung auch gar nicht gehen.“ Doch bis es zu der gewünschten Zeitersparnis kommt, wird es nach Einschätzung von Joachim Dignas noch etwas dauern. Dennoch: Sollte sich das Strukturmodell bewähren, werden alle Pflegeeinrichtungen der SWW und SWS in Zukunft danach arbeiten.

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